|
Die Geschichte der Nürtinger Loge
Im Frühjahr 1960 gründeten acht Mitglieder der Achalm-Loge Reutlingen, die in der Gegend von Nürtingen wohnten, einen Druidentisch. Sie trafen sich in der Gaststätte „Neue Post“ des Gründungsmitglieds Willi Meyer, die an der Ecke Plochingerstraße / Kirchheimer Straße lag. Das Gebäude der Gaststätte besteht heute noch und wurde zuletzt als "Hard-Rock Café“ genutzt. Sie wird derzeit renoviert und umgebaut.
Im November 1960 kamen zwei weitere Mitglieder hinzu, die noch in Reutlingen in den Orden eingeführt wurden. Am 26. Februar 1961 konnte dann die Nürtinger Loge des Deutschen Druidenordens" Loge zu den drei Linden" gegründet werden. Der Namensgebung gingen eingehende Beratungen voraus. Auf Dichter wie Hölderlin oder Mörike, Denker oder Ritter konnte man sich nicht einigen. So wurde neben Teck oder Neuffen der Vorschlag „Drei Linden“ akzeptiert. Die Loge ist nach einer kleinen Grünanlage, unweit des ersten Treffpunkts der Loge am Stadtrand in Richtung Kirchheim gelegen, benannt. Dieser war und ist wieder mit Bänken bestückt, die im Schatten von drei Linden standen und damals ein beliebter Treffpunkt der Jugend war. Inzwischen ist der Platz neu gestaltet und etwas kleiner, aber auch wieder gemäß seinem Namen mit drei Linden bepflanzt. Der Logenname wirkt gegenüber anderen zwar etwas unscheinbar. Bei näherer Betrachtung enthält er aber doch eine gewisse Symbolik. Allein die Zahl „drei“ weist auf die druidischen Ideale der Einigkeit, des Friedens und der Eintracht hin. Später trafen sich in die Mitglieder der Loge im Teezimmer der Stadthalle.
Im Jahre 1968 konnte die Loge dann ihre heute noch genutzten Räume in der Kapellenstraße 32 A in Nürtingen anmieten. Die Räume im oberen Stockwerk des Gebäudes wurde der n unter großem Einsatz der Mitglieder und ihre Frauen renoviert und am 30. November 1968 konnte das neue Logenheim dann festlich eingeweiht werden. 1971 gelang es auch dann die unteren Räume anzumieten, die zuvor noch von den Nürtinger Gerichtsvollziehern genutzt wurden. Auch heute noch tagt die Loge in diesen mittlerweile nochmals renovierten Räumen. Im Frühjahr des Jahres 2001 feierte die Loge, gemeinsam mit der Hohenstauffenloge Göppingen, mit einem festlichen Ball ihr 40-jähriges Bestehen. An dem Fest nahm auch der Weltpräsident der Internationalen Großloge der Druiden, der Schweizer Hans Dürrenberger, teil.
Heute ist die Loge zu den drei Linden in Nürtingen eine der größten Logen in Deutschland.
Die Loge in Nürtingen unterstützt unter anderem ein Waisenhauses in Tarma / Peru jährlich mit namhaften Summen. Damit ist es möglich, während der dort drei Monate dauernden Sommerferien den Kindern ein Ferienprogramm mit regelmäßigen warmen Mahlzeiten zu bieten und für mehrere Lehrer ihren Arbeitsplatz zu erhalten. Mit Geldern der Loge konnte zudem ein Speisesaal mit angeschlossenen Internat gebaut werden. Die Dankbarkeit der Kindern und ihre Betreuer drückt sich in jährlichen Berichten und Fotos aus. Neben diesen Projekt unterstützt die Loge auch regionale Einrichtungen, wie in den Nürtinger Tagestreff am Steinachdreieck, der Renovierung der Stadtkirche St. Laurentius, pro Familia und zuletzt der Initiative Intensivkooperation, die sich um die gemeinsame Erziehung von behinderten und nichtbehinderten Kindern kümmert.
|